Von den Wienerinnen und Wienern liebevoll „Steffl" genannt, ist der Stephansdom nicht nur das Herz der Stadt, sondern eines der bedeutendsten gotischen Bauwerke Europas. Der Bau begann im 12. Jahrhundert auf den Fundamenten einer romanischen Kirche, das Ergebnis ist eine Symbiose aus Romanik, Gotik und barocken Akzenten. Der Dom war Schauplatz großer historischer Momente, von der Hochzeit Kaiser Friedrichs III. bis zur Trauerfeier für Mozart.

Türme und Ziegeldach

Der 136 Meter hohe Südturm führte früher nur zu Fuß nach oben, heute bringt ein Lift Besucher bis zur Türmerstube. Das farbenfrohe Ziegeldach mit dem Doppeladler zählt zu den bekanntesten Fotomotiven Wiens. Im Nordturm hängt die Pummerin, die zweitgrößte freischwingende Kirchenglocke Europas, hier führt ein Lift bequem zur Plattform. Wer beide Türme erleben möchte, findet ein Kombiticket.

Katakomben und Domschatzkammer

Unter dem Dom liegt eine andere Welt: Die Katakomben beherbergen kaiserliche Urnen, Gebeine aus der Pestzeit und die Herzgruft der Habsburger, zugänglich nur im Rahmen einer Führung. Die Domschatzkammer zeigt liturgische Gewänder, Reliquien und Goldschmiedearbeiten. Regelmäßig finden zudem Orgelkonzerte und klassische Abendmusiken statt.

Praktische Hinweise

Der Dom selbst ist täglich von etwa 6 bis 22 Uhr frei zugänglich, für Turm, Katakomben und Schatzkammer werden Tickets benötigt. Führungen gibt es täglich auf Deutsch und Englisch. Die U-Bahn-Station Stephansplatz liegt direkt vor dem Portal.

Stephansdom
Stephansplatz 3, 1010 Wien
stephansdom.at