Zwischen schroffen Felswänden und dichtem Auwald schlängelt sich die Thaya durch eines der wildesten Täler Mitteleuropas. Der Nationalpark Thayatal bei Hardegg im nördlichen Waldviertel bildet zusammen mit dem tschechischen Nationalpark Podyjí ein grenzüberschreitendes Schutzgebiet von seltener landschaftlicher Dichte.

Der kleinste Nationalpark Österreichs

Mit knapp 1.330 Hektar ist der Nationalpark Thayatal der flächenmäßig kleinste der sechs österreichischen Nationalparks, dafür aber einer der artenreichsten. Auf engem Raum wechseln sich trockene Felssteppen, feuchte Auwälder und naturbelassene Mischwälder ab, ein Mosaik an Lebensräumen, das seltenen Pflanzen und Tieren wie der Wildkatze Rückzugsraum bietet.

Grenzenlose Wildnis mit Tschechien

Seit 2000 arbeiten der Nationalpark Thayatal und der tschechische Nationalpark Podyjí eng zusammen, gemeinsam schützen sie ein Flusstal, das während des Kalten Krieges als Grenzgebiet weitgehend unberührt blieb. Diese jahrzehntelange Abgeschiedenheit ist heute der Grund für die außergewöhnliche Naturausstattung der Region.

Wandern zwischen Fels und Fluss

Vom Nationalparkhaus bei Hardegg führen markierte Wanderwege zu Aussichtspunkten wie der Umlaufberg-Schleife, wo die Thaya in einer weiten Flussschlinge um einen bewaldeten Höhenrücken fließt. Die Kombination aus Burg Hardegg, Flusslandschaft und Wildnis macht das Thayatal zu einem der eindrucksvollsten Wandergebiete im Waldviertel.

Nationalpark Thayatal
Merkersdorf 90, 2082 Hardegg
np-thayatal.at